16. November 2022 | Von Ina Splettstößer 

Seoul: Zwischen Vergnügen und Verpflichtung

Unter der Woche: Vollzeit studieren an der Seoul Business School at aSSIST University. Am Wochenende: Feiern, K-Pop Konzerte und so viele Eindrücke von Seoul sammeln, wie möglich. Manche würden sich jetzt fragen: „Wie passt das alles unter einen Hut? Ist man nicht zu Tode gestresst?“

Seoul: Zwischen Vergnügen und Verpflichtung

Und darauf kann ich anworten: Nein, überraschender weise nicht. Jedoch muss ich gestehen, dass ich am Anfang meines Auslandsemesters genau die selben Fragen hatte, als ich von der Anwesenheitspflicht, den Mid-Terms, den Quizzes und von den vielen Präsentationen gehört habe, welche von der aSSIST erwartet werden.

Dennoch kann ich jetzt schon, zu beginn dieses Blogs sagen, dass ich trotz allem, sehr viel in Südkorea erlebt habe. K-Pop Konzerte, klassisches Sightseeing und sogar ein Wochenend Trip nach Busan. All das konnte ich auch neben der Uni erleben. Wie das möglich ist will ich euch im Folgenden näher erzählen.

Studieren in Seoul an der aSSIST – Was ihr wissen solltet

Mittlerweile studiere ich bereits seit zwei Monaten an der aSSIST University, deswegen sehe ich es als durchaus angemessen meine Erfahrungen zu teilen. Zu Beginn des Semesters fand ein „Orientation Day“ statt, an welchem uns alle relevanten Informationen über unser bevorstehendes Semester mitgeteilt wurden. Hilfreich zu wissen ist, dass dieses Semester insgesamt 34 Studenten von der Macromedia angenommen wurden. Diese 34 wurden in drei Studiengänge unterteilt: Journalismus, Management und Medienmanagement. Dies ist aber nicht sonderlich wichtig, da wir alle zusammen meistens dieselben Kurse haben, bis auf einen Studiengangspezifischen. Diese Kurse sind auch nur für Macromedia Studenten und nicht für andere aSSIST Studenten.

Unterricht findet Dienstag bis Freitag statt, der Montag und das Wochenende stehen uns also frei zur Verfügung, wenn keine besonderen Events am Montag für uns geplant wurden von aSSIST, an denen man freiwillig teilnehmen kann. Dies sind z.B. Koreanisch Unterricht, Chimaek Night (Beer & Fried Chicken Night) oder Pottery making. Es lohnt sich wirklich daran teilzunehmen, besonders weil es kostenlos ist und den Horizont erweitert.

Es gibt pro Uni-Tag zwei Kurse. Einen von 9 Uhr bis 12 Uhr und einen von 14 Uhr bis 17 Uhr, also immer drei Stunden lang. Zu beachten jedoch ist, dass man nicht immer beide Kurse an einem Tag hat; sehr hilfreich, wenn man die Zeit noch für andere Sachen nutzen möchte.

Für mich wurde also am orientierungs Tag klar, dass ich sehr viel Zeit mit diesen 33 Kommilitonen verbringen werde, dies war schließlich ein Vollzeit Studium. Und dennoch muss ich sagen, dass es mich nicht sonderlich stört. Ich habe viele Freunde gefunden und man versteht sich mit allen gut.

Ein weiterer Faktor waren dann noch die Mid-Terms und die Anwesenheitspflicht. So an sich bin ich das nicht von der Macromedia gewöhnt, an der es nur eine Prüfungsphase am Ende des Semesters gibt. Zudem wird in einigen Kursen erwartet, dass Präsentationen pro Woche erstellt werden oder Aufgaben für die nächste Stunde erledigt werden. Ein klarer Unterschied im Arbeitsumfang, keine Frage. Trotzdem habe ich bisher alles gut geregelt , da die meisten Aufgaben im Rahmen von Gruppenarbeiten stattfinden. Dadurch kann man sich den Aufwand super einteilen, sodass niemand zu viel zu tun hat.

Dazu sei auch gesagt, dass alle Professoren an der aSSIST sehr viel Verständnis besitzen und versuchen nicht zu viel Arbeit aufzugeben. Viele motivieren uns sogar, unsere Zeit nicht für die Uni zu nutzen, sondern stattdessen rauszugehen und Südkorea zu entdecken. Das überraschte mich am Anfang schon sehr, da ich andere Geschichten über das koreanische Schulsystem gehört habe. Dass es sehr hart wäre und viel Zeit in Anspruch nimmt; das tut es auch im Vergleich zu Deutschland, aber es ist bei weitem nicht so schlimm, wie ich anfangs befürchtet hatte. So kann man sich also manchmal irren.

Viel Vergnügen in Seoul und anderswo!

Nun zum lustigen Teil, dem Vergnügen. Direkt zu Beginn kann ich sagen, dass man davon in Seoul wirklich sehr viel haben kann. Dadurch, dass dies eine Metropole ist, findet man hier wirklich etwas für jeden Geschmack . Einkaufszentren und Meilen für Shopping-Interessenten, Gaming Cafes für e-sportler, Parks und Berge für Wanderer und Naturmenschen, Clubs und Bars für Partygänge, sehr viele varrierende Cafes für Naschkatzen und natürlich viele Konzerte und Karaoke Läden für die K-Pop Fans.

Ich würde mich eher zu der letzteren Gruppe zählen. Manch einer würde mit dem Kopf schütteln, wenn ich erzähle, dass ich innerhalb von zwei Monaten auf 6 verschiedenen Konzerten war und weitere geplant sind, aber hier finden diese gefühlt wöchentlich statt. Davon kann ich nur in Deutschland träumen! Und schließlich möchte ich hier alles in vollen Zügen genießen; ich bin ja schließlich nicht umsonst um die halbe Welt geflogen.

Selbst wenn einem Seoul nicht genug ist, dann hat man die Möglichkeit zu reisen und das sogar recht einfach. Busan ist die zweitgrößte Stadt von Südkorea und mit dem Schnellzug nur 2 Stunden und 15 Minuten von Seoul aus zu erreichen. Also wenn man für ein Wochenende mal etwas Seeluft schnappen möchte, bietet sich Busan sehr an und würde ich persönlich auch sehr empfehlen. Ich selbst war für ein Wochenende dort und schätze es sehr Wert, ein bisschen mehr von Südkorea gesehen zu haben als “nur” Seoul.

Ein weiteres beliebtes Reiseziel ist tatsächlich Japan. Es liegt sehr nah an Südkorea und ist günstig mit eine Flug zu erreichen. Sobald man seine ARC erhalten hat, sollte man Japan definitiv in Erwägung ziehen. Ich persönlich überlege auch derzeit, einen Blick für ein paar Tage zu erhaschen, aber dazu kann ich erst im nächsten Vlog berichten. Freut euch also drauf!

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