Viele Praktika haben eine Wochenarbeitszeit von 40 Stunden. Das ist schon ein Unterschied zu Werkstudentenjobs oder sonstigen Nebenjobs neben dem Studium. Und natürlich besonders, wenn man vorher neben dem Studium gar nicht gearbeitet hat.
Mir persönlich fällt es weniger schwer als ich gedacht habe. Zumindest die Arbeit selbst. Ich sitze sehr selten da und zähle die Minuten bis zum Feierabend. Meist bin ich eher überrascht, wie schnell die Zeit vergeht und wie viele- oder wie wenig – Stunden ich noch übrig habe.
Das „Frustrierende“ oder „Schlimme“ an einer 40-Stunden-Woche ist für mich gar nicht die Arbeit selbst. Sondern mehr der Fakt, dass ich eben 40 Stunden in der Woche in der Arbeit beziehungsweise mit Arbeit verbringe. Da bleibt einfach sehr wenig Freizeit übrig. Besonders, wenn man auch noch eine gewisse Anfahrt zur Arbeit hat. Ich habe vor allem in den ersten Wochen und Monaten auch fast alle Hobbys schleifen lassen, weil ich abends einfach zu müde war oder schlicht keine Lust mehr hatte.
Allen, die bald in ihr Praktikum starten, kann ich daher sagen: Eine 40-Stunden-Woche ist gar nicht so schlimm, wie man vielleicht glaubt. Zumindest, wenn einem die Arbeit zumindest ein wenig Spaß macht und man nicht jede Sekunde dort hasst. Aber besonders, wenn der Arbeitsort nicht in der unmittelbaren Umgebung ist, gehen jeden Tag auch mal eine bis zwei Stunden nur für den Arbeits- beziehungsweise Heimweg drauf. Das heißt oft, dass man frühmorgens aus dem Haus geht und erst abends zurückkommt, und den ganzen Tag über nichts anderes getan hat, als in der Arbeit zu sein beziehungsweise auf dem Weg dahin oder wieder auf dem Weg nach Hause. Und das kann schon eine Umstellung sein, besonders wenn man zuvor neben dem Studium nicht gearbeitet hat.