Nachhaltigkeit ist ein sehr wichtiges und verbreitetes Thema, womit sich viele Unternehmen auseinandersetzen müssen. Durch eine nachhaltigere Produktion können die CO2-Emissionen reduziert und die Umwelt geschützt werden.
In meinem Unternehmen war von vornherein klar, dass wir keine Massenproduktion führen. Da wir mehrere kleine Marken haben und die Produkte auf unsere Zielgruppen abstimmen, kaufen wir nur die Menge an Produkten, die für die Saison berechnet werden.
Abhängig von den Jahresumsätzen oder der laufenden Saison, werden schlechtlaufende Produkte abverkauft und eingestellt. Bei Produkten, die gute Bewertungen haben und hohe Umsätze machen, werden neue Varianten gelauncht.
Da in der quaneo GmbH (das Unternehmen, in dem ich mein Praktikum absolviere) ein breit gefächertes Sortiment besteht, haben wir auch vielfältige Lieferanten an verschiedenen Standorten. Manche dieser Lieferanten, besonders im asiatischen Raum, legen eher Wert auf den Preis der Stoffe und Materialien als auf die Standards, mit denen die Produkte produziert werden.
Es muss jedoch auch erwähnt werden, dass gewisse Produktarten besser in China produziert werden, besonders, wenn das Produkt aus Silikon besteht oder Plastikanteile besitzt und diese gleich in Masse produziert werden.
Daher versuchen wir so viele Produkte wie möglich in Europa zu produzieren und mit Lieferanten zu arbeiten, die zuverlässig und gemäß Standard produzieren.
Eine unserer Marken, die Umstandsmode Herzmutter, hat ein breit-gefächertes Sortiment von Strumpfhosen und Kleider über zu BH-Verlängerungen.
Eins meiner Projekte in meinem Praktikum war es für den Großteil der Herzmutter Produkte eine Nachhaltigkeitszertifizierung von unseren Lieferanten zu erfragen. Denn mit einem Zertifikat hätten wir bei dem Climate Pledge Friendly-Programms von Amazon teilnehmen können.
Produkte, die über Amazon verkauft werden, können, sofern sie die Zertifikate haben, als nachhaltiges Produkt eingestuft werden, was nicht nur das Markenimage steigert, sondern auch neue Kund /innen anzieht.
Diese Zertifikate müssen von Organisationen an die Lieferanten ausgestellt werden, die gewisse Standards bei der Produktion einhalten.
Manche von euch kennen mindestens eine Nachhaltigkeitszertifizierung, wie z.B. der Blaue Engel oder Fairtrade, aber bei dem Amazon-Programm werden bis zu 50 Zertifizierungen anerkannt.
In unserem Fall verkaufen wir unter der Marke Herzmutter überwiegend Textilien, weswegen wir viele unserer Produkte unter der Zertifizierung OEKO-TEX Standard 100 eintragen wollen. Dieses Zertifikat stellt sicher, dass die Produkte sicher für die Gesundheit sind, indem bei der Herstellung auf mehr als 1.000 Chemikalien getestet wird.
Während meines Praktikums war es meine Aufgabe alle unsere Lieferanten anzuschreiben, um die Zertifikate zu erhalten. Folgend musste ich anhand der Zertifikate erkennen, welche Produkte für das CPF-Programm geeignet waren, und diese anmelden. Dieser Prozess ging über mehrere Wochen, da Amazon alles prüfen muss, um sicherzustellen, dass die Daten korrekt sind.
Wir waren erfreut, dass 80% unserer Lieferanten Zertifikate für uns hatten und werden zukünftig versuchen, die meisten unserer Projekte mit diesen Lieferanten zu verfolgen.
Solltet ihr also in einem Unternehmen arbeiten, was Produkte über Amazon verkauft, solltet ihr die Möglichkeit erforschen, eure Produkte bei dem CPF-Programm anzumelden.