Aktuell befinde ich mich in der zweiten Hälfte meines Praktikums. Damit ist genug Zeit vergangen, um ein Fazit zu meiner wichtigsten Komponente dieses Blog-Eintrags zu ziehen.
Ziel des Semesters war es, so viele Erfahrungen wie möglich zu sammeln. Doch was genau Erfahrung bedeutet, wurde mir erst im Laufe des ganzen Semesters bewusst.
Wie auch das ganze Leben ist das Studium und der Job eine Entwicklungsphase. In den ersten Wochen versuchte ich krampfhaft das Richtige zu tun und die Führungsebene von mir zu überzeugen. Mit der Zeit verschob sich der Grad zwischen diesem mentalen Druck und dem Gedanken „du machst das schon richtig“ immer mehr in Richtung einer lockereren Arbeitsmentalität. Mittlerweile bin ich an dem Punkt angekommen, an welchem ich mein Handeln als passend einstufe und von mir restlos überzeugt bin. Auch wenn der Chef es gerne anders gehabt hätte, kann ich mit durch gezielte Argumentation rechtfertigen. Ich habe gelernt, mich durchzusetzen und meine Interessen zu vertreten. Bezogen auf diesen Fall auch, dass man seinem Chef in nachvollziehbaren Situationen auch contra geben darf. Wichtig ist nur, fair und respektvoll zu bleiben. Dies sollte aber immer auf Gegenseitigkeit beruhen.
Außerdem habe ich an eigener Haut spüren müssen, dass das Leben nicht immer ein Ponyhof ist. Aufgrund einer Unterbesetzung arbeiteten ein Kollege und ich mehrere Wochen öfter als gedacht. Dies verlangte mir so Einiges ab. Was ich aus der stressigen Situation mitnehme, ist wie ich mit derartigen Vorfällen umgehe: Ruhe bewahren, einfach weiter seinen Faden durchziehen und die Kommunikation zum Mitarbeiter noch ein Ticken mehr verfolgen. Für meinen weiteren Werdegang wird mir diese Zeit definitiv weiterhelfen.
Erfahrung kann auch eine andere Seite haben: Nämlich die, die nie ganz ausgeschöpft wird. Nach fast vier Monaten in der Sportredaktion gibt es immer noch Themenfelder, technische Einstellungen oder Verhaltensmuster, die mir weiterhin fremd erscheinen. Ich glaube, dass der Erfahrungswert nie wirklich zu 100 Prozent ausgeschöpft werden kann. Stellt sich die Frage, ob ich nach dem Praxissemester überhaupt als Erfahren gellte?
Ich persönlich beantworte diese Frage mit einem deutlichen Ja. Für mich war die Zeit bei FanQ eine reine Erfahrungsreise. Von Anfang an wurde ich mit Aufgaben ins kalte Wasser geworfen und werde bis zum Ende eine feste Säule des Unternehmens sein. Das Ziel des Semesters hat sich daher vollkommen erfüllt: Mich weiterbilden und möglichst viel Input aus allen Bereichen mitnehmen. Darunter zählt eben nicht nur die praktische Arbeit, sondern auch das ganze „Drumherum“. Somit auch das Verfassen eines Blog-Eintrages. Ich hoffe, ich konnte dir mein Praxissemester spannend beschreiben und mit gezielten Eindrücken deinen Horizont in diesem Bereich erweitern. Als Schlusswort lässt sich anreihen: Viel Spaß auf deiner eigenen Erfahrungsreise. Denn externe, theoretische Tipps und Tricks sind ganz weit entfernt von den persönlichen Erlebnissen in der Arbeitswelt.