20. August 2025 | Von Leire Fernandez de Betono & Borbala Gubek  

Unsere SITuation: Auslandsemester am anderen Ende der Welt 

Unsere SITuation: Auslandsemester am anderen Ende der Welt 

Unsere Reise begann am Freitagmorgen, dem 4. Juli, am Flughafen München. Wir verbrachten den größten Teil des Samstags in Singapur und kamen am Sonntagnachmittag endlich in Invercargill, Neuseeland an.

Nach einer langen und anstrengenden Reise sind wir endlich in Invercargill angekommen, wo unsere Taxifahrer bereits auf uns warteten. Gleich danach folgte eine persönliche Tour durch Invercargill, die uns schnell und einfach einen ersten Eindruck von dieser neuen Stadt am anderen Ende der Welt verschaffte.

Diese Tour beinhaltete viele hilfreiche Informationen, z. B. wo wir den SIT-Campus, den nächsten Lebensmittelladen und unsere neue Unterkunft finden können.

Obwohl wir bei unserer Ankunft in unserer gemeinsamen Wohnung voller Freude waren (vor allem, weil wir nach Tagen endlich wieder festen Boden unter den Füßen hatten), wurde uns schnell klar, dass wir eine Menge zu putzen hatten, bevor wir es uns gemütlich machen konnten. Obwohl wir einige Probleme mit unserer Wohnung hatten, wurden diese vom Unterkunftsbüro schnell gelöst, wir können uns also nicht wirklich beschweren.

Am 10.07 ging es erstmal mit dem Orientation Day los. Uns wurden an zwei Tagen von 9 bis 16 Uhr, die wichtigsten Sachen über SIT und Invercargill erklärt. Unsere „Pastoral Counsellors“ Fernanda und Sam stellten sicher, dass wir alle Mitglieder des International Teams persönlich kennenlernten. Wir bekamen schnell den Eindruck, dass wir hier gut aufgehoben waren.

Ob es um das Uni Leben, unsere Gesundheit oder sogar Erdbeben und Tsunamis ging, uns wurden alle möglichen Aspekte über das Leben hier in Neuseeland ausführlich erklärt. Fernanda und Sam brachten sogar die lokale Polizei in den Klassenraum, die über ihre Arbeit und Mission hier in Invercargill sprach. Übrigens ist die Polizei hier in Neuseeland viel volksnäher als in Deutschland. Ein großer Teil ihrer Arbeit ist, sich für Minderheiten einzusetzen und sich mit den ethnischen Gemeinschaften auseinanderzusetzen. Außerdem tragen sie in den meisten Fällen keine Waffen.

Von den vielen verschiedenen Workshops, die wir an diesen zwei Orientierungstagen durchführten, fanden wir aber den Workshop über das Verhalten im Falle eines Erdbebens oder Tsunamis am spannendsten. In Neuseeland herrscht viele seismische Aktivität und ab und zu kann das zu kleinen Erdbeben führen. Als zwei Personen, die sowas noch nie erlebt haben, waren wir natürlich begeistert, aber auch etwas verängstigt. Doch der wahre Grund, wieso wir diesen Workshop so gut fanden, waren die kostenlosen Goodies die wir am Schluss bekamen. Wir bekamen sogar Lippenbalsam, und überraschenderweise ist dieser ziemlich gut.

Die ersten Wochen haben wir zum größten Teil in der Uni aber auch im Supermarkt verbracht. Pak n’ Save heißt dieser Supermarkt, bekannt für niedrige Preise. Doch viel gespart haben wir durch unsere fast täglichen Besuche leider nicht. Ständig gab es irgendwas zu kaufen oder wir ließen uns von den zahlreichen Gängen ablenken und kamen mit einem vollen Einkaufswagen zur Kasse. Inzwischen, zum Wohle unserer Geldbeutel, haben wir es aber geschafft uns zurückzuhalten, wenn wir einkaufen gehen.

An den Uni Alltag haben wir uns bereits auch angepasst. Da wir vier Kurse haben, ist unser Stundenplan relativ entspannt. Wir sind teilweise sehr unerfahren in manchen Themen, die wir in unseren Unterrichten besprechen, doch unsere Tutoren setzen sich für uns ein, vor allem als internationale Studenten. Wie schon gesagt, wir sind hier gut aufgehoben.

Was wir an SIT besonders mögen, ist die Cafeteria im Kunst Gebäude. Mit verschiedenen Gerichten, Snacks und Kaffeevarianten, inklusive Studentenrabatt, ist die Cafeteria eine sehr gute Option, um sich in den Pausen schnell was zu essen holen.

Eine Sehenswürdigkeit, die wir aber am meisten empfehlen, ist die Katze in der Bibliothek. Scooter ist eine ältere Katze, die es liebt, gestreichelt zu werden. Wir versuchen seit dem ersten Tag, dass sie uns nach Hause folgt.

Eine der Möglichkeiten, die SIT bietet und die wir schnell genutzt haben, sind die Busreisen. Diesen Monat ging es in die atemberaubende Stadt Queenstown, die nur etwa 2,5 Stunden Fahrt von Invercargill entfernt ist. Die Reise begann frühmorgens pünktlich um 8 Uhr und unsere Abholzeit war um 16 Uhr.

Bei so vielen Möglichkeiten und so wenig Zeit beschlossen wir, die Gelegenheit zu nutzen, die Natur zu erleben. Unser erster Stopp war der Kiwi Park, wo wir an einigen Informationsveranstaltungen teilnahmen, um mehr über Neuseelands einheimische Tierwelt zu erfahren und natürlich die einzigartigen Kiwis zu sehen und kennenzulernen.

Da wir uns danach nicht entscheiden konnten, welchen Teil der Stadt wir erkunden wollten, beschlossen wir, alles von oben zu sehen und fuhren mit der Gondel auf den Bob’s Peak. Der Blick nach unten war einfach wunderschön.

Anstatt denselben Weg mit der Gondel hinunterzusteigen, wanderten wir den Berg hinunter und hatten dabei nicht nur die Gelegenheit, die Natur zu erleben, sondern auch die anderen Wanderer kennenzulernen. Nach einer rasanten, kaum über eine Stunde dauernden Wanderung war es leider Zeit zu gehen. Aber da es in Queenstown noch so viel zu sehen und zu erleben gibt, haben wir mit den anderen internationalen Studierenden vereinbart, bald wiederzukommen.

Wir melden uns wieder, sobald wir genug Schafe gezählt haben.

Bis bald,

Leire und Babsi

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