18. August 2025 | Von Felix Ettmayr & Samir Eberhart  

Kängurus, Kommilitonen & Küstenwind

Unser Semesterstart Down – Under

Kängurus, Kommilitonen & Küstenwind

Wir sind Felix und Sam und befinden uns – Stand heute – seit fast zwei Wochen an der Westküste Australiens, in der sogenannten „isoliertesten Großstadt“ der Welt: Perth.

 

Ankunft & Wohnort

Angekommen am Flughafen, gab es einen kostenlosen, von der Uni organisierten Abholservice, welcher nur bis zu 24 Stunden davor gebucht werden musste. Der Security-Check-in verlief für uns beide schnell und problemlos. Besonders aufgefallen ist uns dabei die Freundlichkeit der australischen Bürger, was ziemlich repräsentativ für alle weiteren Erfahrungen von uns ist. Der Abholfahrer begleitete uns bis zur Rezeption, wo wir dann auch schon von der netten Unilodge-Mitarbeiterin begrüßt wurden.

Es gibt vier verschiedene Unterkunftsarten direkt am Campus, wobei alle von Unilodge geleitet werden. Wir entschieden uns dabei für das Guild House, ein klassisches Studentenwohnheim. Es gibt verschiedene Wohnungsarten innerhalb des Geländes, jedoch wohnen wir beide in 6er-WGs. Die Lage der Wohnheime macht sie sehr attraktiv, da man logischerweise direkt am Campus lebt und mit den Öffis innerhalb einer halben Stunde in der Innenstadt ist. Wobei wir in den ersten Tagen fast nur mit Uber durch die Gegend fuhren, da es hier verhältnismäßig relativ günstig ist.

 

Erste Woche

In der Woche vor dem Semesterstart findet hier die sogenannte O-Week zur Orientierung von neuen Studenten statt. Am ersten Tag fand morgens ein Go-Global-Student-Treffen statt, bei dem wir uns mit Semester-Abroad-Studenten aus vielerlei Ländern unterhielten. Noch am selben Abend waren wir mit den dort kennengelernten Studis und zwei Locals in einer Sportsbar zehn Minuten vom Campus entfernt und nahmen an einem Quizabend teil. Da viele der Go-Global-Gruppe auch Unilodge-Bewohner sind, gehen wir regelmäßig in den Common Rooms Billard oder Tischtennis spielen oder trainieren im kostenlosen Uni-Gym direkt am Campus.
Mit einem Großteil der Gruppe sollten wir ab diesem Moment auch noch regelmäßig Dinge unternehmen.

Noch in derselben Woche waren wir mehrmals in der Innenstadt, dem sogenannten Central Business District. Wir sind von der Heirisson Island aus gelaufen – eine künstlich angelegte Insel im Swan River, welche als Känguru-Sanctuary dient. Man darf sie nicht füttern oder berühren, aber solange man sie nicht stört, ist es möglich, sie aus nächster Nähe zu betrachten. Zum Thema Fußweg sollte man vielleicht sagen, dass in der Innenstadt bzw. in Perth alles gut zu Fuß zu erreichen ist, die Wege allerdings in ganz Australien ziemlich lang sein können. Uns haben die Karten zu Beginn etwas irritiert, da wir die großen Distanzen so nicht aus Deutschland gewohnt sind. Wir machten etwas klassisches Sightseeing und waren zuerst bei Elizabeth Quay – der wohl bekannteste Ort in Perth. Der Blick von hier auf die Skyline ist schon bei Tag wunderschön, doch nachts noch atemberaubender. Außerdem fand zu der Zeit noch die NAIDOC-Week (National Aborigines and Islander Day Observance Committee) statt, weshalb sich bewegende Lichtspiele in Form von Native Artworks auf dem Boden projiziert wurden.

Die Innenstadt bietet so ziemlich alles, was man aus deutschen Großstädten kennt. Teilweise sogar dieselben Läden wie z. B. Zara, H&M oder Uniqlo findet man in der Fußgängerzone.
Wir waren auch im Caversham Wildlife Park, da wir den Besuch eines Zoos vermeiden wollten. Deshalb hier als Vorwarnung: Bei diesem vermeintlichen Wildlife Park handelt es sich auch nur um einen Zoo, bei dem einheimische Tiere in Käfigen eingesperrt sind. Falls euch so etwas ebenfalls nicht gefällt, empfehlen wir euch, euch gründlich zu informieren, bevor ihr so einen Besuch plant, da es auch Sanctuaries usw. gibt, bei denen man deutlich ethischer die Tiere bestaunen kann.

Das Nightlife in Perth lässt nicht zu wünschen übrig. Bereits am ersten Tag wurde uns von der Unilodge-Mitarbeiterin gesagt, dass wir uns früher oder später in Northbridge, dem Nachtleben-Viertel, wiederfinden werden. Genauso ist es am Samstag dann auch passiert. Wir haben uns für einen Pubcrawl der Perth Work and Holiday Society angemeldet, mit dem Thema „Christmas in July“. Eine Aktivität, die wir euch nur wärmstens empfehlen können. Der gesamte Abend war sehr ereignisreich und lustig, und man lernt einfach ziemlich viele Leute kennen.

 

Campus

Der Campus ist atemberaubend. Wir untertreiben nicht, wenn wir sagen, dass es ein wirklich riesiges Gelände ist – beinahe wie ein eigenes Stadtviertel. Es gibt sehr viele Essensmöglichkeiten von MilkyLane, Subway bis hin zu eigenen Campus-Mensas und Cafés. Es gibt teilweise auch kostenlose Essensangebote und Möglichkeiten, die verschiedenen Uniclubs kennenzulernen. Der Campus ist definitiv belebt und man findet sich gut zurecht, da auch alle einzelnen Gebäude nummeriert auf Google Maps zu finden sind. Bei Fragen oder Problemen sind alle sehr zuvorkommend und hilfsbereit.

Die Bibliothek ist siebenstöckig und bietet zahlreiche verschiedene Sitzmöglichkeiten und Learning Spaces sowie auch ein eigenes Café für alle Studierenden. Die Bib ist außerdem 24 h am Tag geöffnet. Es gibt außerdem vielerlei Möglichkeiten, sich sportlich zu betätigen, wie u. a. Tennis-, Volleyball-, Fußballfelder. Diese sind komplett kostenfrei und buchbar, und auch gegen Pfand ist das Equipment ausleihbar.

Wir akklimatisieren uns gerade noch an das neue Umfeld, aber bis jetzt läuft alles blendend. Die ersten Kurse sind gestartet, wir haben andauernd neue Leute kennengelernt und planen gerade auch die ersten längeren Trips an der Westküste.

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