zwischen reisen und Prüfungen
Es ist kaum zu glauben, aber schon die Hälfte des Semesters in China ist vorbei! Am Anfang war hier alles so neu und aufregend: das Essen, die Sprache, die Stadt, der Campus…
Ich erinnere mich noch genau, wie ich mich die ersten Tage ein bisschen verloren gefühlt habe. Aber jetzt kann ich ehrlich sagen: Ich habe mich komplett eingelebt. Ich kenne meine Lieblingscafés, habe tolle Freundschaften geschlossen und fühle mich in China richtig wohl , fast schon wie zu Hause.
Die letzten Wochen waren allerdings ziemlich intensiv. Mit den Midterms, also den Zwischenprüfungen, kam zum ersten Mal richtig akademischer Stress auf. Projekte, Präsentationen und Tests häuften sich und ich habe gemerkt, wie schnell man zwischen Vorlesungen, Gruppenarbeiten und Lernphasen den Überblick verlieren kann. Trotzdem war es auch eine spannende Zeit, weil ich gemerkt habe, wie viel ich schon gelernt habe, nicht nur sprachlich, sondern auch kulturell und persönlich.
Nach den Midterms kam dann zum Glück eine kleine Ferienzeit, die berühmte “Golden Week” in China, die ich genutzt habe, um China weiter zu entdecken. Es war die perfekte Gelegenheit, einmal durchzuatmen und neue Energie zu tanken. Ich hatte das große Glück, drei faszinierende Orte zu besuchen: Shanghai, Chongqing und Zhangjiajie.
Shanghai war meine erste Station– eine Metropole, die Moderne und Eleganz perfekt verbindet. Zwischen den gläsernen Türmen von Pudong und den historischen Straßen der French Concession spürt man den Puls einer Stadt, die niemals schläft. Shanghai hat mich daran erinnert, wie spannend und vielfältig das moderne China ist. Abends bei The Bund fahrrad zu fahren und Suzhou, die kleine Venedig von china waren definitiv das highlight in Shanghai.
Danach ging es weiter nach Chongqing, eine Stadt voller Lichter, Brücken und Bewegung. Auch bekannt wie eine Cybercity. Sie liegt auf mehreren Ebenen und wirkt fast surreal, wenn man zwischen Wolkenkratzern und alten Gassen spaziert. Besonders beeindruckend war die Atmosphäre am Abend, wenn alles in bunten Farben leuchtete und die Drohnen, die jede nacht eine show machen.
Zum Abschluss reiste ich nach Zhangjiajie, wo mich die Natur einfach sprachlos gemacht hat. Die hohen, nebelverhangenen Felsen, die als Inspiration für den Film Avatar dienten, sahen in Wirklichkeit noch magischer aus. Dort gibt es auch die berühmte Glass Bridge, die auf vielen viralen Videos gezeigt wird. Es war ein Ort, der einen völlig entschleunigt und wieder mit der Natur verbindet.
Diese Reise war genau das, was ich nach all dem Lernen gebraucht habe – eine
Pause, die Körper und Geist erfrischt und die Augen dafür öffnet, wie groß und vielfältig dieses Land ist. Jede Stadt hatte ihre eigene Magie, ihren eigenen Charakter und ihre eigene Geschichte.
Jetzt, zurück am Campus, bin ich wieder motiviert und bereit, mich auf die zweite Hälfte des Semesters zu konzentrieren. Natürlich wartet noch viel Arbeit auf mich – aber auch viele schöne Momente, neue Freundschaften und Erfahrungen, die ich nur hier machen kann.