8. December 2025 | Von Melissa Mrowka 

¡Hola Sevilla – Part 2!

Partys, ein gebrochener Fuß und das echte Spanien-Gefühl

¡Hola Sevilla – Part 2!

Mittlerweile sind einige Wochen vergangen, seit ich nach Sevilla gekommen bin. Und wenn ich dachte, die ersten Tage wären aufregend gewesen, dann hat der zweite Teil meiner Zeit hier nochmal alles getoppt. Spanien funktioniert einfach anders: spontaner, lauter, herzlicher, und manchmal auch ein bisschen chaotisch. Aber das macht den Alltag hier so lebendig!

 

Spanien: Wo Pläne flexibel und Nächte lang sind

Was mir inzwischen richtig auffällt: In Spanien läuft vieles lockerer als in Deutschland. Treffen werden oft erst am gleichen Tag ausgemacht, Zeiten sind eher Richtwerte, und selbst wenn man um 23 Uhr sagt: „Wir gehen noch kurz etwas trinken“, landet man plötzlich um 3 Uhr morgens auf einer riesigen Feier.

Man muss sich einfach darauf einlassen. Und es macht Spaß, weil die Leute hier so offen sind. Dadurch wachsen auch Freundschaften super schnell.

Unfall inklusive: mit Krücken in Sevilla

Tja… und dann kam mein kleiner Plot-Twist: Ich habe mir den Fuß gebrochen.

Das Timing: suboptimal.

Mein Auslandssemester: optimal – trotz Krücken.

Sevilla mit Krücken zu erkunden war… nennen wir es mal „sportlich“. Kopfsteinpflaster, enge Gassen, hohe Bordsteine, das volle Programm. Aber das Überraschende: Es hat mich meinen Freunden hier noch nähergebracht. Alle wollten helfen, mich überall mitnehmen, haben auf mich gewartet, mich begleitet, gelacht, getragen (manchmal wortwörtlich). Und ehrlich? Das hat die Zeit nicht schlechter gemacht, sondern irgendwie intensiver und viel emotionaler. Trotzdem hätte ich auf dieses Abenteuer auch gerne verzichtet.

 

Uni-Alltag: Gruppenprojekte sind jetzt mein neues Normal

Der Unterricht bleibt spannend und anders als in Deutschland. Die vielen Gruppen- und Projektarbeiten haben mich am Anfang echt überfordert, aber mittlerweile fühle ich mich richtig wohl damit.

Man redet viel, arbeitet kreativ zusammen und man kommt automatisch in Kontakt mit super vielen Leuten.

Dazu kommt die Grundstimmung: Die Dozenten sind motiviert, gut gelaunt, machen gerne Späße – Unterricht fühlt sich teilweise eher an wie ein gemeinsames Projekt als Pflichtveranstaltung.

 

Der Spanischkurs: Mehr als Vokabeln

Der Spanischkurs ist inzwischen eines meiner Highlights. Ich hatte ja vorher schon Kenntnisse, aber hier ist es nochmal komplett anders:

Wir sitzen nicht im klassischen Grammatik-Unterricht, sondern reden einfach über das, was wir erlebt haben – Partys, neue Entdeckungen in der Stadt und witzige Situationen.

Unser Lehrer José mischt dann ganz entspannt Kultur, Alltagstipps und

Grammatik-Korrekturen rein. Es fühlt sich eher an wie eine lockere Gesprächsrunde als Unterricht. Genau dadurch lernt man richtig natürlich und schnell.

 

Partys, Freundschaften und ein bisschen Andalusien-Zauber

Partymäßig hat Sevilla wieder geliefert – sogar mit Krücken. Die Leute hier nehmen dich überall mit, egal ob du läufst oder hüpfst. Das Nachtleben ist international, offen und einfach gut gelaunt. Man kann an einem Abend locker mit Leuten aus sechs verschiedenen Ländern quatschen.

Und obwohl ich gerade nicht so flexibel bin, warten immer noch Ausflugspläne: Cádiz, Málaga und ein paar kleinere Orte rund um Sevilla stehen noch auf unserer Liste. Ich will alles mitnehmen, was geht – Fuß hin oder her.

Mein Zwischenfazit

Auch wenn diesen Teil meines Auslandssemesters sicher keiner geplant hat, bin ich richtig dankbar dafür, wie alles läuft.

Ich habe gemerkt, wie schnell man hier Freunde findet, wie gut man zusammenhält und wie viel Spaß Uni machen kann, wenn sie anders funktioniert als gewohnt.

Sevilla bleibt für mich eine Stadt voller Kultur, Wärme, Humor und Lebensfreude und vielleicht gerade deshalb der perfekte Ort, um auch mit Hindernissen eine großartige Zeit zu haben.

Ich bin gespannt, was als Nächstes kommt – und jetzt erst recht.

 

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