5. February 2026 | Von Leonie Zerhusen 

Von der Suche bis zur Zusage

Mein Bewerbungsprozess fürs Praxissemester

Von der Suche bis zur Zusage

Je eher, desto besser!

Mein Praxissemester läuft aktuell im Wintersemester 25/26. Mit der Suche habe ich schon früh begonnen: in den Semesterferien zwischen dem Wintersemester 24/25 und dem Sommersemester 25. Mein Tipp: Fang mindestens ein halbes Jahr vorher an! Gute Stellen sind schnell weg, und so bleibt genug Zeit für Bewerbungen und Gespräche.  Zu früh bewerben kann ebenfalls nach hinten losgehen, denn oft haben Unternehmen ihre aktuelle Praktikantenstelle gerade erst besetzt und wissen noch gar nicht, wann oder wie die nächste Stelle frei wird, sodass frühe Bewerbungen leicht unter den Tisch fallen.

 

Viele Taps offen, Viele Möglichkeiten

Ich habe mich durch viele Jobportale geklickt: JobTeaser, Stepstone, Indeed und vor allem LinkedIn. Dort werden viele spannende Praktika ausgeschrieben. Besonders praktisch sind die Filter: Ich habe die Haken an Köln und Umgebung gesetzt, weil ich hier wohne. Aber ich habe auch einen kleinen Radius eingeplant, da ich mobil mit dem Auto bin. Einige Portale bieten sogar die Möglichkeit, sich bei neuen Stellen Ausschreibungen, die passend zum Filter sind, benachrichtigen zu lassen. So bleibt man immer auf dem neuesten Stand und zählt zu den ersten Bewerbern.

 

Ohne Scheuklappen suchen

Ich studiere Journalismus, aber ich wusste schon vorher, dass mich die Unternehmenskommunikation besonders interessiert. Deshalb habe ich meine Stellensuche breit gefächert. Von klassischen Medien wie Magazinen und Radio- und Fernsehsendern bis hin zu Corporate Communications war Alles dabei. Wichtig ist es nur damit zu beachten, bei jeder einzelnen Ausschreibung auf genau die gefragten Kompetenzen einzugehen. Am Ende habe ich mich vor allem auf Stellen in der Unternehmenskommunikation konzentriert, weil ich darin meine berufliche Zukunft sehe und Ich durch meinen Werkstudenten Job wusste, dass mir dieser Bereich Spaß macht und liegt.

 

So lief die Bewerbung

  • Lebenslauf auf den neuesten Stand bringen: Alle relevanten Erfahrungen und Skills aktualisieren und optisch ansprechend gestalten.
  • Individuelle Anschreiben verfassen: Für jede Stelle und jedes Unternehmen anpassen.
  • Bewerbungen verschicken: Insgesamt gingen bei mir rund 20 Bewerbungen raus.
  • Rückmeldungen erhalten: Vier Einladungen zu Gesprächen, zwei Zusagen und ehrlich gesagt haben sich auch einige Unternehmen gar nicht gemeldet. Leider ist das normal, also nicht entmutigen lassen!

 

Die Gespräche fanden alle online statt, was für mich persönlich super praktisch und flexibel war. Die Zusage für meinen jetzigen Platz bei Nestlé PURINA PetCare Deutschland GmbH kam nach einem Teams-Gespräch mit meiner Ansprechpartnerin und der vorherigen Praktikantin. Das war richtig gut, weil ich direkt einen ehrlichen Einblick in die Aufgaben bekommen habe. Den Vertrag habe ich im April 2025 unterschrieben, nachdem ich mir noch etwas Zeit für andere Rückmeldungen genommen habe.

 

Jetzt sitze ich auf der anderen Seite des Tischs

Inzwischen bin ich selbst als Vorgängerin bei Bewerbungsgesprächen für meine:n Nachfolger:in dabei. Auf folgende Punkte achte ich dabei genauer:

  • Der Lebenslauf sollte klar strukturiert und nicht überladen sein. Zeigt eure wichtigsten Schritte und Erfahrungen.
  • Gerade in der Unternehmenskommunikation zählt ein selbstbewusstes, kommunikatives Auftreten im Bewerbungsgepräch.
  • Ein Anschreiben, das zeigt, warum ihr genau zu diesem Unternehmen wollt, hebt sich von anderen Bewerbungen ab, die einfach nur Copy und Paste sind.

Heute bin ich nicht mehr nur Bewerberin, sondern auch Vorgängerin für die nächste Praktikantin. Es ist spannend, beide Seiten kennenzulernen und ich hoffe, meine Erfahrungen helfen euch bei eurer eigenen Suche!

 

Meine Tipps für euch

  • Fang früh (aber nicht zu früh) an, mindestens ein halbes Jahr vorher.
  • Nutze verschiedene Plattformen und ihre Features, vor allem auch LinkedIn.
  • Passe jede Bewerbung individuell an.
  • Durch fehlende Rückmeldungen nicht entmutigen lassen.
  • Sei im Gespräch selbstbewusst, authentisch und interessiert.
  • Denk auch an praktische Dinge wie Standort und Erreichbarkeit.
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