Weihnachtsstimmung in Sevilla!
Dezember in Sevilla: Sonne, Uni und eine Stadt, die nie stillsteht!
Der Dezember hat begonnen, aber wenn man uns sieht, würde niemand auf die Idee kommen, dass es Winter ist. Wir gehen meistens im Pullover aus dem Haus und nehmen für den Fall der Fälle eine dünne Jacke mit, die wir den ganzen Tag über im Arm tragen. Sevilla lebt in dieser Jahreszeit in einem ganz eigenen Tempo, entspannt, warm und gleichzeitig schon total in Weihnachtsstimmung.
Weihnachten auf Sevillanisch: viele Lichter, Menschen und Märkte!
Abends wirkt die Stadt wie ein einziger Treffpunkt. Die Menschen sind alle draußen unterwegs, überall glitzern die Weihnachtslichter, die Plätze sind voll und es passiert ständig irgendetwas. Wir sind in den letzten Wochen oft plötzlich in kleine Paraden reingelaufen. Keine großen Shows, eher Mini-Umzüge, Musikgruppen oder verkleidete Kinder, die durch die Straßen ziehen. Man bleibt automatisch stehen, schaut kurz zu und geht dann weiter. Man gewöhnt sich schnell an dieses „Man weiß nie, was gleich passiert“-Gefühl. Die Weihnachtsdeko ist überall: an den Palmen, an den Balkonen, über den Gassen. Und obwohl es warm ist, funktioniert es erstaunlich gut, einfach eine andere Art von Winterstimmung.
Unser zweites Klassenzimmer:
Was unseren Alltag am meisten prägt, ist die Dachterrasse über dem Wohnheim. Nach der Uni sitzen wir dort oft mit unseren Laptops, bearbeiten unsere Gruppenprojekte oder gehen Präsentationen durch. Die Sonne macht es leichter, einfach weiterzumachen, auch wenn das Uni-Pensum gerade viel ist.
Es ist ein angenehmer Rhythmus: Arbeiten, etwas snacken, kurz abschweifen, wieder arbeiten. Kein großes Drama, kein perfekter Sonnenuntergang – einfach ein Ort, an dem wir uns gut konzentrieren können und gleichzeitig daran erinnert werden, warum man dieses Semester unbedingt hier verbringen wollte.
Die Weihnachtsmärkte in Spanien!
Die Wintermärkte gehören zu den besten Seiten dieser Zeit. Viele kleine Stände, Kunsthandwerk, Keramik, Schmuck – nichts wirkt touristisch überladen, eher entspannt und lokal. Wir schlendern gerne ohne Ziel über die Märkte, probieren hier und da etwas aus und treffen fast immer Leute, die wir schon von der Uni oder aus dem Wohnheim kennen. Diese spontanen Begegnungen machen die Atmosphäre noch lebendiger.
Uni, Projekte und Alltag
In der Uni geht es momentan viel um Gruppenarbeiten, Präsentationen und Projektorganisation – typisch EUSA eben. Das Semester neigt sich langsam dem Ende zu und die Vorbereitung der Hausarbeiten steht an. Man merkt, wie sehr das gemeinsame Arbeiten den Kontakt untereinander fördert. Wir arbeiten oft in Teams zusammen und haben inzwischen eine gute Routine entwickelt. Auch wenn es manchmal stressig wird, ist es anders als in Deutschland: offener, direkter, gemeinschaftlicher.
Sevilla fühlt sich inzwischen vertraut an!
Was uns beiden auffällt: Wir müssen nicht mehr ständig darüber nachdenken, wohin wir laufen, welche Straßen wir nehmen oder welche Cafés gut sind. Wir wissen es inzwischen einfach. Wir haben einen Alltag, der immer wieder kleine Überraschungen bereithält – meistens in Form von Musik, Menschenmengen oder plötzlich abgesperrten Straßen. Und genau das zeigt uns jedes Mal wieder: Wir sind angekommen