Wie beginnt man den Anfang des Endes eines Auslandssemesters? Drei Monate in London sind so unglaublich schnell verflogen, dass in meiner letzten Woche im Ausland noch unfassbar viele Aktivitäten auf meiner London To-Do Liste standen. Was nur leider auch in meinem Kalender stand, waren drei rot gefärbte Uni Deadlines.
Die viel bessere Frage: Wie beginnt man den Anfang des Endes eines Auslandssemesters, wenn man große Deadlines vor sich stehen hat, aber jede Erfahrung in London mitnehmen möchte? Hier kommt ein Überblick über meine letzte Woche in London! (Gefüllt mit Aktivitäten, die man wahrscheinlich auf drei Wochen aufteilen könnte.)
Montag
Direkt zur Öffnung der meisten Museen in South Kensington habe ich mich um 10 Uhr zum Victoria and Albert Museum begeben. Dort war ich zum Beginn meines Semesters zwar schon mal, konnte dort aber nur kurze Zeit verbringen und wollte mir unbedingt das gesamte Museum anschauen. Nach dem Aufenthalt im V&A bin ich nach Chelsea gelaufen, um in die Saatchi Gallery zu gehen. Die Kunstaustellung habe ich Tage davor erst auf Tiktok entdeckt!
Einem kurzen Shopping Trip in Kensington and Chelsea später bin ich zurück zur Uni gefahren, um für ein paar Stunden an eins meiner Assignments zu arbeiten. Da die Semester in England kurz sind, können Uni Aufgaben zu viel Arbeit in kurzer Zeit werden. An der Regent’s University hatte ich allerdings nur vier Module und meist nur ein Endprojekt pro Kurs. Eigentlich alles keine schweren Aufgaben, aber einen Tag in der Stadt habe ich dann doch dem dreitausend Wörter Essay vorgezogen.
Am späten Nachmittag musste ich mir einen weiteren Koffer für meine Rückreise kaufen, da sich mein Gepäck in London echt verdoppelt hat. Die Rückfahrt zum Campus mit Koffer war lustig – einmal wieder wie ein Tourist fühlen.
Am Abend bin ich zu Word on the Water gegangen. Das ist ein Buchladen auf einem Boot im Grand Union Canal. Und als wäre der Tag nicht lang genug gewesen, hat mich mein Abend auch noch zur Tower Bridge und dem Big Ben geführt.
Dienstag
Den nächsten Morgen bin ich zum Leadenhall Market gefahren, welcher sich in der City of London befindet. Die Markhalle hat eine superschöne Weihnachtsdekoration und liegt gar nicht weit von der London Bridge und weiteren Sehenswürdigkeiten entfernt! Ich weiß nicht warum, aber für meine letzte Woche in London hat es sich nur richtig angefühlt, noch einmal alle Touristenspots zu besuchen.
Nach einer Lime Bike fahrt im Hyde Park ging es für eine Freundin und mich nach Covent Garden. Von dort ging es weiter zum Piccadilly Circus und dann zu Hamleys, wo ich einen Build-A-Bear als Souvenir kreieren wollte.
Am Abend hatten wir Kinotickets für Wicked: For Good im Electric Cinema in Notting Hill. Das Kino ist eins der ältesten und schönsten Kinos Großbritanniens. Besonders cool war das Essensmenü – im Kino Burger, Chicken und Donuts bestellen? Klar warum nicht!
Da die Vorstellung erst 21 Uhr begonnen hat, konnten wir noch einmal die Straßen Notting Hills entlang spazieren.
Mittwoch
Mittwoch vormittags konnte ich mir von einer meiner Professorinnen Formative Feedback für meinen Report einholen. Die Feedback Kultur hat mich in London super positiv überrascht. Die Dozenten schauen schon während des Semestern über den kompletten Report, um vor der finalen Abgabe alles richtig zu stellen.
Direkt danach ging es für mich nach Richmond, ein Stadtteil, der circa eine Stunde vom Zentrum entfernt liegt. Ich muss sagen, dass ich mich in Richmond verliebt habe. Besonders die Natur im Richmond Park ist wunderschön. Auch wenn Richmond eher außerhalb liegt, würde ich einen Trip dahin wirklich empfehlen.
Nachmittags bin ich direkt von Richmond zum Primrose Hill gefahren, um dort mit Freunden das letzte Mal den Sonnenuntergang anzuschauen. Und da in London natürlich immer etwas los ist, mussten wir einen Umbogen zum Aussichtspunkt gehen, da uns direkt auf dem Primrose Hill die Warnung Filming in Progress gegeben wurde. Ihr könnt uns dann 2026 in den Kinos sehen!
Nach einem wunderschönen Sonnenuntergang haben wir uns auf den Weg Richtung Camden Market gemacht, um nach ein paar Souvenirs zu schauen. Zu unserer Überraschung war Camden an dem Abend super leer, was wir überhaupt nicht gewohnt waren. Besonders zur Vorweihnachtszeit ist Central London aufgrund der Menschenmassen normalerweise unbetretbar.
Zwei London-themed Caps und einem Korean Corndog später ging es für uns noch zu St Paul‘s Cathedral und zur Millennium Bridge. Mitgeteilt wurde mir dann, dass die Brücke anscheinend in einem der Harry Potter Filme zu sehen war (auf meiner To-Do Liste stand sie tatsächlich nur, weil sie cool aussah). Bei der Brücke angekommen nahmen die Überraschungen kein Ende, sodass wir mitten im „Santa Run“ gelandet waren – ein Marathon verkleidet im Santa Kostüm.
Donnerstag
Donnerstag bin ich schon 6 Uhr aufgestanden, um alle meine verbleibenden Assignments fertig zu stellen – nicht gerade optimal wenn man bis spät abends unterwegs ist, aber dennoch nötig.
Am Nachmittag haben wir kurz die Kunst in der National Portrait Gallery bestaunt, bevor wir neben 50-jährigen Familienvätern den Oasis Merch im neuen Oasis Pop-Up Store am Piccadilly Circus durchstöbert haben.
Mein Highlight der Woche war Donnerstagabend. Von Donnerstag auf Freitag hat eine Freundin aus London bei mir im dorm room übernachtet. Das war ganz praktisch, da ich noch viel zu viel Geld auf meinem Meal Credit hatte und ihr dadurch jede Mahlzeit auf dem Campus bezahlen konnte. Nachdem sie eine Führung durch den Regent’s Campus mit mir als Tour Guide bekommen hatte, sind wir am Abend zu einem Konzert im Camden Assembly gefahren. Die Live Musik Szene in London ist so ausgeprägt, dass man wahrscheinlich jeden Tag ein Konzert besuchen könnte.
Freitag
Bis 12 Uhr mittags mussten alle Projekte des Semesters eingereicht werden. Auch wenn die Woche eher mit Ausflügen statt Arbeiten gefüllt war, konnte ich alle meine Assignments rechtzeitig abgeben. Stressfrei? Eher nicht. Aber wer wäre ich, wenn ich London nicht in vollen Zügen ausgenutzt hätte.