22. December 2025 | Von Nike Grenz Sarah Middeke 

Abschied von Sydney – Ein Auslandssemester voller Erinnerungen

Abschied von Sydney – Ein Auslandssemester voller Erinnerungen

Langsam neigt sich unsere Zeit in Sydney dem Ende zu und wenn wir auf die vergangenen Monate zurückblicken, fällt es uns schwer zu begreifen, wie schnell die Zeit vergangen ist und wie viel wir erlebt haben. Was uns bleibt ist ein zweites Zuhause, eine kleine internationale Community und eine Sammlung an Erinnerungen, die wir nie vergessen werden.

Während wir gerade mitten in den letzten Assessments stecken, Präsentationen vorbereiten und uns durch die letzten Deadlines kämpfen, wird uns vor allem eines bewusst: Wir haben uns hier richtig eingelebt. Was am Anfang noch neu, groß und fremd erschien, ist längst zu unserem Alltag geworden. Wir kennen mittlerweile jeden Weg zur Uni, jede gute Pizza oder Acai-Bowl in der Umgebung und jede Ecke, die sich perfekt zum gemeinsamen Lernen oder zum kurzen Abschalten eignet. Und gleichzeitig begleitet uns im Hintergrund dieser Gedanke, dass diese Zeit bald zu Ende geht gerade jetzt, wo wir uns rundum wohlfühlen.

Zwischendrin haben wir versucht, so viel wie möglich von Australien mitzunehmen. Der Royal Nationalpark war einer der Orte, an denen wir sofort gemerkt haben, wie beeindruckend die Natur hier wirklich ist. Die steilen Klippen, die Felsen, die Aussichtspunkte, von denen aus man ewig aufs Meer schauen kann – wir hätten dort Stunden verbringen können. Genauso unvergesslich war unser Ausflug zur Jervis Bay. Das klare, türkise Wasser, der weiche Sand und die Ruhe dort haben uns das Gefühl gegeben, einmal komplett durchatmen zu können, fern von der Großstadt und so vielen Menschen

Ein Erlebnis, das wir so nie erwartet hätten, war der Besuch eines Pferderennens. Zwischen eleganten Outfits, enthusiastischen Zuschauerinnen und Zuschauern und der Atmosphäre, die sich kaum beschreiben lässt, haben wir sogar gewettet zwar mit eher improvisierten als strategischen Entscheidungen, aber mit umso mehr Spaß.

Dazu kamen unzählige Strandtage, die wir jedes Mal genossen haben. Das Schöne an Manly ist das der Strand direkt vor der Haustür ist, das macht es umso leichter nach den Vorlesungen nochmal schnell sich ans Meer zu legen und den Kopf freizubekommen. Und natürlich haben wir auch das Nightlife erkundet spontane Abende, lange Gespräche, viel Gelächter und dieses Gefühl, dass jeder Moment ein bisschen besonders ist.

Ein Highlight zum Ende hin war unser Trip nach Melbourne und der anschließende Roadtrip. Melbourne selbst hat uns sofort begeistert mit den kleinen Gassen voller Street Art und der Cafékultur, wirkt die Stadt deutlich europäischer als Sydney. Doch das eigentliche Abenteuer begann, als wir die Great Ocean Road entlangfuhren. Diese Route ist wirklich so schön, wie man es überall liest: steile Klippen, Strände, die aussehen, als wären sie aus einer Postkarte geschnitten und endlos lange Straßen wo es auch mal vorkommt das man in 30 min nur 2-mal lenken muss.

Weil wir unsere verbliebende Zeit richtig ausnutzen wollten, haben wir unseren Roadtrip bis nach Adelaide geplant. Die Stundenlangen Autofahrten waren gefüllt mit lustigen Gesprächen, Diskussionen über die Musik, spontane Gesangseinlagen und Erinnerungen, die wahrscheinlich nur entstehen, wenn man zusammen durch halb Australien fährt. Ein kleines Problem mit der Fähre nach Kangaroo Island hat uns kurz ins Schwitzen gebracht, aber im Nachhinein ist es eine dieser Geschichten, über die wir jetzt lachen können. Auf unserem weg haben wir mehrere Stopps eingelegt, um die Natur zu bewundern, dabei konnten wir sogar wilde Koalas und Emus beobachten. Wenn man mal hier ist das unsere absolute Empfehlung, man kann die Great Ocean Road auch an 2 Tagen schaffen, dafür braucht es keine Woche.

Ein ganz besonderes Highlight unseres Semesters war der End-of-Year Maskenball. Ein Abend, der sich fast ein bisschen wie in einem Film angefühlt hat mit den eleganten Masken und der wunderschönen Location. Alle haben sich nochmal richtig chic gemacht und einen tollen Abend miteinander verbracht, das coolste war der Foto-Booth, wir haben selten so viel gelacht, als wir die fertigen Bilder gesehen haben.

Unser letztes gemeinsames Event war das Thanksgiving-Dinner, das emotionaler wurde, als wir vorher erwartet hatten. Bei einer großen Diashow wurden all unsere schönsten, chaotischsten, lustigsten und berührendsten Momente noch einmal auf der Leinwand gezeigt. Dazu wurden humorvolle Rankings verteilt – von „größter Kaffee-Junkie“ über „beste Dance-Moves“ bis hin zu „Person, die am ehesten nie wieder zurück gehen würde“. Es war der perfekte Abschluss eines Semesters, das uns geprägt hat.

Wenn wir jetzt darüber nachdenken, wie viel wir erlebt haben, wird uns klar, dass dieses Auslandssemester viel mehr war als nur ein paar Monate Studium in einem anderen Land. Es war ein Kapitel voller Wachstum, Freiheit, neuen Eindrücken und Begegnungen, die wir nie vergessen werden. Und auch wenn wir bald nach Deutschland zurückkehren, wissen wir, dass wir ein Stück Australien immer bei uns tragen werden.

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