20. November 2025 | Von Nike Grenz Sarah Middeke 

Rugby, Nationalparks und Film-Reife College Aktivitäten in Down Under

Rugby, Nationalparks und Film-Reife College Aktivitäten in Down Under

Wir sind schon bald seit 2 Monaten in unserem Auslandssemester in Australien, ehrlich gesagt klingt das immer noch ein bisschen surreal, wenn wir es laut sagen. Wir studieren gerade am International College of Management in Manly, und ganz ehrlich: Es ist einfach richtig schön hier. Sonne, Meer, Palmen, nette Leute – was will man mehr? Schon die ersten Wochen waren voller Erlebnisse, und wir haben so viel Neues gesehen, gemacht und erlebt, dass wir manchmal gar nicht wissen, wo wir anfangen sollen.

Eines unserer absoluten Highlights war definitiv das Rugby-Spiel, wo wir waren. Wir hatten das Glück die australischen Wallabies gegen Los Pumas aus Argentinien in einem fast ausverkauften Stadion sehen zu können. Mittendrin einfach wir, umgeben von jubelnden Fans, australischen Flaggen, tanzenden Argentiniern und dieser typisch ausgelassenen Stimmung, die man aus dem Stadion kennt. Wir hatten keine Ahnung von den Regeln, aber das war völlig egal. Die Atmosphäre hat einfach alles getragen. Man hat gemerkt, wie sehr die Australier ihren Sport lieben, und irgendwie hat uns das total mitgerissen. Wir haben richtig mitgefiebert und gejubelt, obwohl es zum Schluss leider nicht ganz für den Sieg gereicht hat. Am Ende war die absolute Krönung, dass die Fans einfach alle noch auf das Spielfeld durften, das haben wir uns auch nicht zweimal sagen lassen und die Erfahrung mitgenommen, das Stadion hatte von dort unten nochmal eine ganz andere Wirkung auf einen.

Ein paar Tage später haben wir uns dann zum ersten Mal ein Auto ausgeliehen. Das war so ein Moment, der sich wie Freiheit angefühlt hat. Wir sind in den Nationalpark gefahren, haben kleine Wanderungen gemacht, sind an der Küste entlanggelaufen. Australien ist so riesig und vielfältig und das Gefühl, einfach loszufahren und die Umgebung zu erkunden, war unbezahlbar. Irgendwie war das einer dieser Tage, an denen man merkt, wie besonders so ein Auslandssemester ist. Alleine das Gefühl, dass man eine Stunde aus der Stadt rausfährt und auf einmal im Nationalpark mit einer unglaublichen Landschaft steht, ist ein einzigartiges Gefühl, das wir so zuhause einfach nicht haben.

Nicht ganz so angenehm war dagegen unsere Whale-Watching-Tour. Die Idee war super Wale sehen, Fotos machen, die Weite des Meeres genießen, aber die Realität war … na ja, sagen wir, etwas schaukeliger als erwartet. Viele Leute an Bord kämpften ziemlich mit der Übelkeit, und wir gehörten leider auch dazu. Trotzdem war es faszinierend, als plötzlich wirklich ein paar Buckelwale auftauchten. Man sah die Rückenflossen aus dem Wasser ragen, das Blasen, und kurz darauf tauchten sie wieder ab. Hier in Australien ziehen die Buckelwale übrigens jedes Jahr zwischen Mitte Mai und November entlang der Ostküste. Sie wandern von den kalten, nahrungsreichen Gewässern der Antarktis in die wärmeren Regionen im Norden, um dort ihre Jungen zu bekommen und später kehren sie wieder zurück. Wir fanden es beeindruckend, Teil dieses riesigen Naturereignisses zu sein, auch wenn uns das Meer dabei ganz schön zugesetzt hat. Im Nachhinein hätten wir uns einfach ein paar Stunden auf die Felsen hinter der Uni setzen sollen, dort kann man, wenn man Glück hat, mindestens genauso gut die Wale beobachten.

Im Alltag am College ist aber auch jede Menge los. Eine von uns, Nike, hat sich einer Futsal-Mannschaft angeschlossen. Jeden Dienstag stehen Spiele an, bei denen alle Etagen des Wohnheims gegeneinander antreten. Es ist immer laut, energiegeladen und richtig spaßig. Direkt nach dem Spiel geht’s dann meistens weiter zum Tequila Tuesday unten in Manly – einer dieser Abende, an denen einfach alles passieren kann. Neue Leute, gute Laune, Musik – und jedes Mal nimmt man neue Bekanntschaften und witzige Erinnerungen mit nach Hause. Da fühlt man sich richtig wie in diesen Coming of Age Filmen, das werden wir zuhause wohl ganz besonders vermissen.

Ein weiteres Highlight waren die Floor Games, bei denen sich die verschiedenen Wohnheime gegenseitig herausfordern. Es war total cool, alle so zusammen zu sehen, jeder Floor mit seinem eigenen Teamgeist. Leider musste eines der Spiele wegen einer Verletzung früher beendet werden, aber trotzdem hatten wir riesigen Spaß. Solche Aktionen bringen einfach alle zusammen, egal, woher man kommt. Über das Trimester verteilt gab es außerdem kleine Floor-Activities, vom Pizzaessen am Strand über Picknicks bis hin zum Sonnenuntergangsschauen. Diese Abende waren immer besonders schön, barfuß im Sand, ein Stück Pizza in der Hand, Musik im Hintergrund und dieses warme Licht, das den Himmel über Manly orange färbt. In solchen Momenten denkt man einfach: Genau deshalb sind wir hier.

Wenn wir zurückblicken, merken wir, wie viel dieses Semester uns bisher gegeben hat. Es sind nicht nur die Uni-Kurse, die spannend sind, sondern vor allem die vielen kleinen Begegnungen, Ausflüge und Erlebnisse, die man nie vergessen wird. Wir haben gelernt, spontaner zu sein, mehr auszuprobieren und einfach im Moment zu leben. Und auch wenn noch ein paar Wochen vor uns liegen, wissen wir jetzt schon: Diese Zeit hier wird uns noch lange begleiten.

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