Mein eigenes Projekt im Praktikum
In meinem Praktikum bei Motor Music habe ich mit “Im Studio Mit” ein eigenes Format für Social Media entwickelt und dabei Musikjournalismus praktisch umgesetzt.
____________________________________________________________________________________
Nachdem ich mich in den verschiedenen Arbeitsbereichen eines Musiklabels und -verlags ausprobieren konnte, habe ich schließlich mein eigenes Projekt gestartet. Da mein Chef wusste, dass ich Musikjournalismus studiere, haben wir gemeinsam überlegt, wie dieser Bereich bei Motor wieder stärker eingebunden werden kann. Daraus entstand die Idee für ein Videoformat auf Social Media, das auf lockeren Q&As und persönlichen Einblicken basiert. Das Format trägt den Titel “Im Studio Mit” und hat einen großen Teil meiner Praktikumszeit bei Motor geprägt.
Von der Idee zum eigenen Format
Für die Entwicklung des Konzepts habe ich mich an Musikjournalismus-Formaten orientiert, die ich selbst gerne konsumiere. Dabei habe ich mir die Frage gestellt, was diese Formate für mich spannend macht und wie sich dieses Gefühl auf ein eigenes Projekt übertragen lässt. Für mich war klar, dass die Künstler*innen aus unserem Roster ein zentraler Bestandteil des Formats sein müssen. Zum einen, um sie ihren Hörer*innen nahbarer zu machen, zum anderen, weil ich selbst erleben wollte, wie es ist, eng mit unseren Artists zusammenzuarbeiten. Währen meines Praktikums habe ich zwar die ein oder andere Person kennengelernt, aber der richtige Kontakt hat mir bisher gefehlt. Das Projekt bot mir die Möglichkeit, in diesem Bereich Erfahrungen zu sammeln, die für meinen weiteren beruflichen Weg wertvoll sein könnten.
Inhaltlich entschied ich mich für kurze, unterhaltsame Interviews, die in unserem Studio stattfinden. Die Videos sollten dynamisch und visuell ansprechend sein und sich klar für Social Media eignen. Dafür entwickelte ich einen einheitlichen Fragenkatalog, der von Entweder-oder-Fragen über musikbezogene Themen bis hin zu persönlichen Fragen reicht. Um das Konzept übersichtlich zusammenzufassen, erstellte ich außerdem einen One Pager, der alle wichtigen Punkte kompakt darstellte.
Das Konzept stellte ich in unserem wöchentlichen Team-Meeting vor. Nach gemeinsamem Feedback wurde das Format freigegeben und die Umsetzung konnte beginnen. Direkt im Anschluss bestellten wir das nötige Equipment, darunter ein Backdrop, Lavaliermikrofone und ein Ringlicht.
Planung, Drehs und Postproduktion
Parallel dazu nahm ich Kontakt zu den Künstler*innen auf, die für das Format infrage kamen. Bei positiver Rückmeldung koordinierte ich Termine für die Drehs. Vor jedem Dreh bereitete ich das Studio vor, baute Licht, Ton und eine Handykamera auf und führte ein kurzes Briefing mit den Artists durch. Die Drehs dauerten in der Regel nicht länger als 30 Minuten.
Neben der Organisation und Durchführung der Interviews übernahm ich auch die komplette Postproduktion. Das Schneiden und Bearbeiten der Videos erfolgte mit CapCut, da die Software besonders nutzerfreundlich ist und ich meine Ideen damit schnell umsetzen konnte. Trotzdem stellte es sich als Herausforderung dar, den Inhalt auch bei kurzen Drehs sinnvoll auf ein Kurzformat zu reduzieren. Die Postproduktion ist sehr zeitintensiv, gleichzeitig aber auch einer der befriedigsten Teile des Projekts, da hier aus vielen einzelnen Elementen ein fertiges Produkt entsteht.
Fazit zum Projekt
Rückblickend war “Im Studio Mit” eines der umfangreichsten Projekte meines Praktikums. Von der ersten Idee über die Konzeptentwicklung bis hin zur Umsetzung lag jeder Schritt in meiner Verantwortung. Besonders ausgezahlt hat es sich dabei, meinen Studiengang Musikjournalismus nicht nur als Hintergrundwissen, sondern als Stärke und Mehrwert für Motor einzubringen. Erst dadurch entstand für mich die Möglichkeit, ein eigenes redaktionelles Format zu entwickeln. Das Projekt hat mir gezeigt, wie viel Organisation und Kreativität hinter scheinbar einfachen Social-Media-Formaten steckt. Gleichzeitig habe ich gelernt, wie wertvoll es ist, die eigenen Fähigkeiten selbstbewusst zu vertreten. Dadurch konnte ich früh Verantwortung übernehmen und mich über klassische Praktikant*innenaufgaben hinaus einbringen.