Im Rahmen meines Praktikums habe ich mich dafür entschieden, ein Interview durchzuführen, wodurch es mir möglich war die Sicht aus der Unternehmensperspektive klarerer zu erläutern. Das Interview bietet Studierenden die Möglichkeit einen Einblick in die Sicht einer Führungsposition der Immobilienbranche zu erhalten.
Motivation & Werdegang
Um einen Einstieg in das Interview zu geben und euch auch erst einmal ein Grundgerüst zu schaffen sowie eine Einleitung in diesem Blog zu geben, fragte ich zuerst was Sie in der Immobilienbranche zu arbeiten motivierte. Schnell wurde deutlich, dass Ihr beruflicher Werdegang stark von persönlichen Erfahrungen geprägt ist. Ein besonderer entscheidender Moment war der Tod Ihres Vaters. Am Sterbebett versprach sie ihm als Frau wirtschaftlich unabhängig zu werden und sich in diesem Sinne von niemanden abhängig zu machen. Dieser Gedanke begleitet sie bis heute. Einen Leitsatz, an welchen sie sich bis heute hält: „Der beste Freund, den man im Leben hat, ist der, den man im Spiegel sieht.“ Für sie heißt dieser Satz im Leben Verantwortung zu übernehmen und sich nicht von äußeren Einflüssen abhängig zu machen. Für mich persönlich war diese Sichtweise sehr spannend und auch inspirierend, da das mir gezeigt hat, wie Karrierewege meist oft durch persönliche Überzeugungen entstehen und gedeihen und außerdem nicht gradlinig verlaufen müssen.
Erwartungen sowie Fähigkeiten eines Praktikanten
Im Laufe des Interviews stellte ich weitere Fragen zu den Erwartungen sowie den mitzubringenden gewünschten Fähigkeiten eines Praktikanten in der Immobilienbranche aus der Sicht meiner Vorgesetzten. Zu der Frage der Erwartungen betonte sie vor allem besonderes 3 Punkte: „absolute Zuverlässigkeit, Intelligenz sowie ein praxisorientiertes Verhalten.“ Besonders wichtig ist ihr, dass die beispielsweise verteilte Aufgabe zuverlässig und in einer gewissen Ordnungsmäßigkeit erledigt wird. Als ich näher nach dem Punkt der Intelligenz fragte, sagte sie damit sei nicht nur das theoretische Wissen gemeint, sondern vor allem die Fähigkeit Zusammenhänge zu verstehen sowie Diese dann in einen Einklang zu bringen und selbstständig mitzudenken, statt eine beobachtende Rolle einzunehmen, worauf ich auch in meinen vorherigen Blogbeitragen bereits eingegangen bin. Entscheidend sei außerdem der praxisnahe Ansatz, welchen sie als „Beobachten, nachfragen, Lösungen suchen und die Fähigkeit haben, Verantwortung zu übernehmen.“ beschrieb. Diese Erwartungen habe ich auch im Arbeitsalltag meines Praktikums miterlebt. Verlässlichkeit war eine klare Grundvoraussetzung, um Vertrauen zu gewinnen und zunehmend mehr Verantwortung zu gewinnen, sei es bei den Besichtigungen oder auch im Managementprozess. Sollte euch dieser Prozess der Verantwortung mehr interessieren, findet ihr dazu mehr in meinem 3. Blogbeitrag.
Tipps für den weiteren Werdegang und die Zukunft:
Weitergehend stellte ich Fragen wie: „Welche Fehler/ Annahmen sollten in der Immobilienbranche vermieden werden?“ Ein häufiger Fehler sei die feste Vorstellung die Immobilienbranche wäre ein klassischer Bürojob mit festen Arbeitszeiten, Urlaub und einer klaren Trennung zwischen Urlaub und Privatleben, welches meine Vorgesetzte jedoch verneinte. „Der Beruf oder auch das Praktikum müsse nicht als Belastung, sondern als eine Bereicherung gesehen werden.“ Die Immobilienbranche folgt zwar Strukturen, lebt aber wiederrum von einer Flexibilität. Auch diesen Eindruck bekam ich in meinem Praktikum mit und kann somit mit fester Überzeugung sagen, dass dieses Praktikum eine pure Bereicherung für mich und meinen weiteren Werdegang war. Ein großer Tipp, den ich auch aus dem Interview mitnehmen konnte und nun weitergeben möchte, ist die Bedeutung von Freundlichkeit und Ausgeglichenheit im Praktikum oder allgemein im Arbeitsalltag. Gerade in diesem Bereich, in dem man in ständigen Verbindungen zu Interessenten oder zu verschiedensten Adressaten steht, wird sehr schnell deutlich, wie wichtig die eigene Haltung ist. Wie man arbeitet und auf Menschen zugeht beeinflusst das komplette Gesamtbild, das andere von einem haben. Mit den zitierten Worten meiner Vorgesetzten: „Wem es gelingt den Alltag als eigene Entwicklung zu betrachten und diesem mit offenen Armen entgegenblickt, der bleibt langfristig motiviert“, möchte ich dies noch mit auf den Weg geben und somit nun meinen 4. Blogbeitrag abschließen.
Fazit:
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass mir das Praktikum in der Immobilienbranche gezeigt hat, wie vielseitig und anspruchsvoll dieser Bereich sein kann. Jedoch ist mir auch bewusst geworden, dass ich mit meinen neu erlangten Überzeugungen genau diese Richtung anstreben möchte.