Consulting klingt für viele erstmal abstrakt, aber wie landet man eigentlich in diesem Bereich? Genau darüber spreche ich heute mit Lena M. von Goldmedia. Sie erzählt von ihrem Werdegang, ihrem Arbeitsalltag und ihren Erfahrungen in der Beratungsbranche.
Interviewfragen:
- Magst du dich kurz vorstellen und erzählen, was genau du bei Goldmedia machst?
- Ich bin Lena, 27 Jahre alt und bin seit knapp 1 ½ Jahren Junior Consultant bei Goldmedia. Als Junior Consultant bin ich an der Konzeption, Entwicklung und Erstellung verschiedenster Projekte für Auftraggeber aus der Kultur- und Kreativwirtschaft tätig.
- Wie sah dein Weg bis zu deiner heutigen Position aus?
- Nach dem Abitur habe ich sowohl das Bachelor- als auch das Masterstudium der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Freien Universität Berlin absolviert. Während des Masterstudiums habe ich als Werkstudentin bei Goldmedia angefangen und in dieser Position rund 2 Jahre gearbeitet. Nach dem Studium wurde ich übernommen und arbeite seitdem als Junior Consultant in Vollzeit.
- Wann hast du gemerkt, dass du ins Consulting möchtest?
- Es war nie mein Ziel ins Consulting zu gehen, ich bin eher durch einen glücklichen Zufall in dieser Branche gelandet. Prof. Dr. Klaus Goldhammer, Geschäftsführer von Goldmedia, war damals mein Dozent an der Universität und hat mich von dort aus „rekrutiert“. Dass das Consulting eine Job-Option für mich ist, hat sich mir bis dahin gar nicht so offenbart.
- Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei dir aus?
- Unsere Arbeit ist projektbezogen. Das heißt, ich bin über einen längeren Zeitraum in ein Projekt bzw. mehrere Projekte eingebunden, meist von Beginn des Projekts bis zur Abgabe. Je nach Projektstand erwarten mich verschiedenste Aufgaben, die sich von Tag zu Tag unterscheiden. Mal sitze ich bspw. an der Gestaltung und Programmierung einer Online-Umfrage, bin mit der Auswertung eben dieser Online-Umfrage oder der Analyse, Beschreibung und Visualisierung unserer Daten und Informationen beschäftigt. Einen typischen Arbeitstag gibt es also nicht wirklich. Was aber immer Teil des Tages ist, ist der Austausch mit Kolleg*innen entlang des Arbeitsprozesses.
- Was gefällt dir persönlich besonders an der Arbeit im Consulting?
- Mir gefällt, wie abwechslungsreich die Aufgaben sind: Wenn man ein Projekt von Beginn an begleitet, durchläuft man viele verschiedene Arbeitsschritte. Gerade die Anwendung der verschiedenen wissenschaftlichen Methoden, von Befragungen über Interviews bis zu quantitativen Datenauswertung gefällt mir gut. Außerdem ist es schön, dass man mit seiner beratenden Tätigkeit einen Mehrwert für die Auftraggebenden/Kunden schafft und sie aktiv mit Insights und Handlungsoptionen unterstützen kann.
- Welchen Tipp würdest du Studierenden oder Berufseinsteiger:innen geben, die sich für Consulting interessieren?
- Consulting ist nicht gleich Consulting. Ich glaube der Job ist je nach Arbeitgeber/Branche so unterschiedlich, dass ich Berufseinsteiger:innen raten würde sich entsprechend nach Praktika etc. umzuschauen. So kann man herausfinden, was genau es ist, das einen an dem Berufsbild interessiert und welche Skills von einem Consultant, je nach Umfeld, erwartet werden.