Wir sind Emily und Laeti und leben im Moment 8.818 km entfernt von Zuhause, wobei die Distanz nicht annähernd beschreibt, wie sehr sich unser Alltag hier in Bangkok, von dem in Deutschland unterscheidet. Übermüdet in einer so lauten und überhitzten Stadt wie Bangkok anzukommen, kann erstmal überfordernd erscheinen doch mit der richtigen Einstellung und Offenheit, wird einem schnell bewusst, dass dies zu einer der besten Erfahrungen des Studiums werden kann. Man braucht es nicht zu beschönigen, wenn ihr dachtet es wird heiß, es wird noch heißer! 😉 Dafür sind wir jetzt aber da, um euch einen leichteren Einstieg in die Riesenmetropole zu ermöglichen und unsere ersten Erfahrungen mitzuteilen.
Wir sind bereits 2 Wochen vor Studienbeginn am Flughafen Suvarnabhumi angekommen, was uns genug Zeit ermöglichte die Stadt kennenzulernen und sich an ihre Eigenarten zu gewöhnen und anzupassen. Hier bereits unser erster Tipp, ladet euch vor der Ankunft die App Grab runter, so spart ihr sehr viel Geld auf Taxifahrten. Im Allgemeinen könnt ihr euch darauf einstellen, dass der Verkehr hier einer der größten Herausforderungen sein wird und sich mit dem Auto fortzubewegen, manchmal sogar länger dauert als zu Fuß zu laufen. Hier ein paar Alternativen: Leider ist das öffentliche Netz nicht so gut ausgebaut wie in Deutschland, dafür ist es aber umso zuverlässiger. Die Blue Line der Metro führt direkt von der Fakultät zu den wichtigsten Orten und auch der SkyTrain bringt euch zuverlässig durch die Stadt und bietet zusätzlich einen tollen Ausblick auf die Stadt. Eine weitere sehr günstige Möglichkeit ist es die Fähre zu benutzen, welche euch zu Orten wie Iconsiam, Asiatique und WatArun bringt, für nur umgerechnete 30 Cent. Sollten jedoch alle Stricke reißen, erlauben wir euch auch, auf eigene Gefahr ein Rollertaxi zu benutzen. 🙂
Am ersten Uni Tag wurden wir sehr herzlich von unserem Adoptivvater Hong und den anderen Student Ambassadors empfangen. Die Schuluniform haben wir bereits im Voraus im MBK-Center gekauft. Das Highlight des Tages war das gemeinsame Essen in der Mensa; kurze Vorwarnung: hier gibt es kein englisches Menü, aber mit Google Übersetzer und anderen hilfsbereiten Studenten werdet ihr ganz schnell an euer Essen kommen. Hier kommt wirklich jeder auf seine Kosten, man kann zwischen hundert verschiedenen Gerichten wählen und alles wird frisch zubereitet für weniger als 1,50 Euro. Wir schreiben den Blogeintrag gerade aus der Bibliothek unserer Faculty of Communication Arts, welche zum Lernen, aber auch zum Schlafen super geeignet ist.
In der ersten Uni Woche hat Hong direkt einen Ausflug zum Museum of Siam geplant, wo wir sehr viel über die thailändische Geschichte, Kultur und das Essen gelernt haben. Um Bangkok aber in all seinen Facetten kennenzulernen, sollte man sich auch selbst auf Erkundungstour begeben und dazu hier ein paar erste Turi Tipps welche euch bestimmt helfen werden, sich schnell in die neue Umgebung einzugewöhnen und die Stadt vielleicht auch mal durch andere Augen zu sehen.
Dieser Absatz beschäftigt sich nämlich mit Bangkok von oben. Die Skyline Bangkoks ist eines der eindrucksvollsten Impressionen, welche euch bei eurem Aufenthalt hier begegnen werden. Und um diese aus dem besten Winkel für eure Freunde und Familien zu Hause festzuhalten, haben wir hier ein paar Orte gesammelt, welche definitiv einen Besuch wert sind. Zunächst einmal bildet das höchste Gebäude Bangkoks, der King Power Mahanakhon Tower den perfekten Ausflugsort für den Nachmittag, da die Aussichtsplattform den besten Ausblick auf alle Dächer Bangkoks bietet. Somit erhält man eine Panoramaaussicht des Sonnenuntergangs, welcher hier in Bangkok oft besonders eindrucksvoll ausfällt. Eine weitere Möglichkeit wäre in eine der vielen Rooftop Bars zu gehen, welche neben dem Ausblick oft auch durch ausgefallene Gerichte und kunstvolle Einrichtung punkten. Bangkok ist eine Stadt die wirklich! Niemals! Schläft! und neben der vielen Ausgehmöglichkeiten, bietet eine Rooftop Bar, wie beispielsweise Lost Paradise die Möglichkeit, auf das nächtliche Bangkok hinabzublicken und neue Facetten der Stadt wahrzunehmen. Falls ihr noch am Überlegen seid welche Unterkunft ihr belegen möchtet können wir schonmal sagen, dass das CU I HOUSE den besten Ausblick bietet:)
Ein weiterer Ort den man auf jeden Fall wenigstens einmal gesehen haben muss, ist die berühmte Khaosan Road, von der die meisten bestimmt schon gehört haben, obwohl sie noch nie in Thailand waren. Die Straße ist nicht nur bei Backpackern beliebt, sondern zieht alle Arten an Menschen an. Die Straße ist, vor allem abends, nicht für jeden was. Es kann hier echt sehr laut und überfüllt werden, auf allen Seiten sind Bars aus denen Musik dröhnt und man wird dauernd von Straßenverkäufern angesprochen, welche sehr aufdringlich sein können. Auch wenn sich unsere Beschreibung gerade echt negativ anhört, es gibt keinen besseren Ort, um neue Freunde kennenzulernen und einen lustigen Abend mit unvergesslichen Erinnerungen zu haben. Seid natürlich immer vorsichtig! Und wem die Khaosan Road eine Nummer zu viel ist, bietet die Nachbarstraße eine super Ausweichmöglichkeit.
Wer mal eine Auszeit von dem ganzen Trubel und Lärm braucht, bietet der Lumphini Park mit seinem riesigen See und vielen Grünflächen die beste Gelegenheit dafür. Durch den Ausblick auf die ganzen Wolkenkratzer, erinnert der Park einen an den Central Park in New York. Es gibt hier eine Jogging-Strecke, Sportfelder, Tanzkurse, die Möglichkeit ein Tretboot auszuleihen und noch viel mehr. Ein weiteres Highlight sind die Warane die dort leben und sehr gut zu beobachten sind.
Wir beide sind jetzt schon in etwa drei Wochen hier in Bangkok und können uns ehrlichgesagt jetzt schon nicht mehr vorstellen zurück nach Deutschland zu ziehen. Aber bis zur Trennung dauert es zum Glück noch eine ganze Weile und bis dahin dürft ihr euch auf ein paar weitere Blogeinträge mit vielen Tipps und Erfahrungen aus erster Hand freuen 🙂